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26 Oktober 2017

Im Rahmen der Nationalen Initiative für Quantentechnologie wurden bislang drei Pilotprojekte bewilligt. Außerdem gab es drei Ausschreibungen. Wie die Initiative weiter ausgestaltet wird, entscheidet sich erst, nachdem die neue Bundesregierung arbeitsfähig geworden ist.

QUTEGA - die nationale Initative zur Förderung von Quantentechnologien

Zur Förderung der Quantentechnologien in Deutschland und als Vorbereitung auf das EU-Flaggschiff zum Thema Quantum Technologie hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) beschlossen eine nationale Initiative „Quantentechnologie – Grundlagen und Anwendungen (QUTEGA)“ einzurichten. Auf Vorschlag aus der Wissenschaftsgemeinschaft wurde Prof. Dr. Gerd Leuchs durch das BMBF die Koordinierung von QUTEGA übertragen. Er wird dabei von dem QUTEGA-Komitee, einer Gruppe von 28 Wissenschaftlern, unterstützt. Die Zahl der Mitglieder ist so hoch, damit alle Bereiche des Fachgebiets vertreten sind. 

Anfang 2017 veröffentlichte das Komitee ein Papier in dem die Thematik der Quantentechnologien beschrieben wird. Auch Empfehlungen für Förderstrukturen dieser nationalen Initiative fanden hier Eingang. Das BMBF hat bereits 2017 die Förderung von drei Pilotprojekten beschlossen, wodurch die nationale Initiative schnell in Schwung kommen soll. 

Zusätzlich kündigte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka für das Frühjahr 2017 im Rahmen von QUTEGA eine Ausschreibung zur Quantenkommunikation an. Diese nutzt einzelne Lichtteilchen, um Informationen zu verarbeiten und zu übertragen. Ziel ist es, hochsichere Kommunikationsverbindungen aufzubauen, bei denen jeder Angriff erkannt wird und deren Verschlüsselung selbst durch leistungsstarke Quantencomputer nicht gebrochen werden kann. 

Quantentechnologien können in unterschiedlichsten Bereichen Anwendung finden. Sie ermöglichen in vielen Gebieten die Verbesserung bekannter Techniken, aber eröffnen auch fundamental neue Möglichkeiten. Aktuelle Begrenzungen heutiger Metrologie- oder Strukturierungsverfahren können mittels Quanteneffekten überwunden werden. Zu den Anwendungsbeispielen gehören Interferometrie, Mikroskopie, Lithographie, Bildgebung, Sensorik und zeitliche Synchronisation.